Why I didn’t fall in love with you

She was a beautiful dreamer, the kind of girl who kept her head in the clouds, loved above the stars and left regret beneath the earth she walked on.

Weil mein Kopf sich seit Monaten irgendwo zwischen den Sternen und dem Mond befindet musste ich wieder raus aus Deutschland hin zu den Orten die mich am lebendigsten fühlen lassen. Das Meer, der Jungle und die Großstädte dieser Welt.

Erster Stop auf meiner Reise: eine Stadt in die ich mich nicht verliebt habe, Bangkok. Lustiger Fakt den kaum einer weiß, diese Stadt hat den längsten Namen der Welt. Denn eigentlich ist Bangkok nur eine Abkürzung für Krungthepmahanakhon Amonrattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Mahasathan Amonphiman Awatansathit Sakkathattiya Witsanukamprasit was auf Englisch übersetzt ungefähr so viel heißt wie City of angels, great city of immortals, magnificent city of the nine gems, seat of the king, city of royal palaces, home of gods incarnate, erected by Visvakarman at Indra’s behest. Ja das ist der komplette Name der heißesten Stadt der Welt. (im Durchschnitt sind es hier 28Grad in den Wintermonaten und 34 im Sommer)

Angekommen am Flughafen erwartete ich großes Chaos und erste Orientierungsprobleme bei den Taxi Ständen oder der Bahn, aber weit und breit war davon nichts zu sehen. Der Flughafen und auch die fast schon maschinelle Abwicklung vom Flugzeug zum Taxi war das Touristen freundlichste was ich je erlebt habe. Wer ein Taxi will (nehmt auf jeden Fall eins) zieht einfach eine Nummer und wartet in einer Schlange. Preise werden vorher vereinbart und niemand will einen über den Tisch ziehen. (Aus Indonesien war ich da ganz anderes gewöhnt) Auch die nächsten Tage in denen ich mich sehr viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegte war ich immer wieder extrem überrascht wie unglaublich Touristen freundlich diese Stadt und die Infrastruktur ist. Dagegen ist Berlin eine Katastrophe. Die Öffentlichen sind hier auch super billig und kosten dich nicht mehr als 1€ für eine weite Fahrt.

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Conditional beauty

Kommen wir zu dem Punkt warum ich mich nicht in die Stadt mit der größten China Town der Welt verliebt habe. Schon am ersten Tag habe ich gemerkt, dass der Funke nicht überspringt bin aber mit einer neutralen Meinung wieder aufgewacht und habe probiert der Stadt eine neue Chance zu geben. Aber auch die nächsten 2 Tage hat sich nicht mehr viel getan. Obwohl ich einen der schönsten Sonnenuntergänge meines Lebens gesehen habe, hat sich bei mir nichts getan und das passiert wirklich selten. Das größte Problem ist für mich vermutlich die Unglaubwürdigkeit der Stadt. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt gibt es hier unglaublich viele unglaublich schöne Restaurants, Boutiquen, Salons, Juice Shops oder Cafés. Das Interieur und das Konzept erinnert meist an die Skandinavier, alles sehr clean und wenige farbliche Akzente. Dafür viele hochwertige Materialien wie Mamor, massives Holz oder Schiefer. Natürlich musste ich überall stehen bleiben, reingehen und mir einen leckeren „traditionellen Thailändischen Eiscafé“ kaufen und während ich da so saß bemerkte ich was mich so stört. In all diesen schönen Orten sind kaum Einheimische. Es sind Orte die wie es scheint nur für die reichen Europäer und Amerikaner geschaffen wurden. In den 3 Tagen hier und den unzähligen Geschäften wo ich war habe ich keine Einheimischen treffen können und das hat mir überhaupt nicht gefallen.

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Walk with me and my money

Noch negativer wurde meine Einstellung als ich mich auf den Weg in die Arbeiter Gegend machte um mehr von dem „echten“ Leben mitzubekommen. Überrascht wurde ich als erstes von einem netten Thailänder welcher mir eine geführte Tour durch die Slums der Stadt verkaufen wollte. Sein Angebot: 10€ für 2h durch die Slums laufen mit 10 anderen neureichen Paaren die mit ihren Designer Handtaschen und Rolex Uhren probieren über den Sinn des Lebens zu philosophieren während sie sich eigentlich darüber nachdenken ob sie heute Abend an der Hotel Bar lieber den Domaine Leroy Musigny Grand Cru oder doch eher den Le Pin bestellen. Ich war selten so angewidert.  Natürlich lehnte ich das Angebot ab und machte mich selber auf den Weg. Vorbei kam ich an vielen kleinen Street Food Ständen an denen man gebratene Bananen, Omelette oder Nudelsuppen kaufen konnte. Überrascht war ich vor allem davon, dass an den Ständen überall der Preis in Baht stand. Natürlich waren es für uns Europäer Preise über die wir nur lachen können (0,30Cent für eine Speise) aber dennoch war ich stutzig da ich von meinen Reisen weiß, dass die Einheimischen eigentlich weniger zahlen als die Touristen. Später am Abend lernte ich in einer kleinen Kneipe einen Studenten aus Bangkok kennen der dann meine Vermutung bestätige, die Preise hängen da nur für die Touristen um Ihnen das Gefühl zu geben den gleichen Preis wie die Einheimischen zu zahlen, dabei zahlen die nur etwa die Hälfte davon.  Immer mehr fühlt sich diese Stadt wie eine große Blase an die es zu 100% geschafft hat den Kern des Tourismus zu erfassen und umzusetzen. Wer gerne an der Oberfläche kratzt ist hier sicherlich komplett richtig.

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TripAdvisor made me do it

Natürlich habe ich bei TripAdvisor geschaut was die beliebtesten und auch wichtigsten Touri Orte in der Stadt sind und wollte sie an einem Tag abklappern. Das aller aller erste mal in meinem Leben habe ich abgebrochen und bin wieder umgekehrt. Noch nie haben sich Attraktionen so schlecht in das Stadtbild eingegliedert wie hier. Es ist kaum möglich sich den Grand Palace oder den goldenen Buddha in Ruhe anzugucken und auf sich wirken zu lassen da die aber tausenden Reise Gruppen einen erdrücken und mitziehen. Ich empfand die Stimmung als so unangenehm das ich nach der dritten Attraktion wieder kehrt gemacht habe.

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You need the dark to free the stars

Mein Bangkok Erlebnis war natürlich nicht nur negativ, ich bin für jeden Moment unendlich dankbar und weiß alles sehr zu schätzen egal ob mir etwas besser oder nicht so gut gefällt. Das wichtigste ist, dass man mehr über sich selbst lernt und dafür ist jede Erfahrung wirklich Goldwert. Mein Highlight war aber sicherlich der Sonnenuntergang auf dem Lebua State Tower. Rein kommt hier nur, wer geschlossene Schuhe anhat und chic gekleidet ist. Im 74 Stock wartet dann eine kleine Terrasse mit einem unglaublichen Ausblick über die Stadt auf euch. Das billigste Getränk kostet hier allerdings um die 10€. (Dafür gibt es aber die leckersten Oliven ever dazu und Pistazien)

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Obwohl ich eigentlich direkt Richtung Strand wollte, habe ich nach meinen Tagen hier meinen Plan über Board geworfen und mir einen ranzigen Nachtbus in den ländlichen Norden von Thailand gebucht. Ich will mehr von diesem Land sehen als Bangkok es mir präsentiert.

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Verfasst von

I like poems. Museums. Real conversations. Genuine people. Fantasies. I like stories. Intimacy. I like soul. I love the rain. I love how it softens the outlines of things and the world becomes blurry.

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